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PLANUNG






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Bahnhof Baden
Conrad von Hötzendorf Pl. 1
2500 Baden bei Wien, Österreich


henke und schreieck Architekten
(Dieter Henke, Marta Schreieck)

Planungsbeginn: 1999
Ausführung: 2002 - 2005


Im Rahmen der ÖBB-Bahnhofs-Offensive wurde im August 2002 mit dem Umbau des Bahnhofs in Baden begonnen. Einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Österreichs ist durch die zahlreichen Um- und Neubauten zu einem modernen, zeitgemäßen Verkehrsknotenpunkt für täglich 8.000 Reisende geworden.
Das Bahnhofsgebäude wurde in einer schlanken, modernen Glas-Stahl-Konstruktion neu gestaltet. Aus der hellen, kundengerechten Bahnhofshalle werden die Reisenden über Aufzüge barrierefrei zu den Bahnsteigen geführt.

Ein Dach mit zeichenhafter Kraft, ein Damm als Element der räumlichen Struktur. Ansonsten Klarheit und kluge Angemessenheit. Der Bahnhof von Baden bei Wien nach dem Umbau….

…es galt daher, den Ort aufzuzeigen, wo der Austausch zwischen den Verkehrssystemen stattfindet. Natürlich ist dieser bereits durch die darauf ausgerichtete Stadtstruktur und die Tradition vorgegeben. Dennoch war es wichtig, ein Zeichen zu setzen. Das ist dem Wiener Architektenteam Dieter Henke und Marta Schreieck in doppelter Hinsicht gelungen. Einerseits mit einer nichts zu wünschen übrig lassenden Klarheit, andererseits mit kluger Angemessenheit im Umgang mit dem Vorhandenen.
Als von weitem erkennbares Zeichen dient das Dach, das in Form zweier flacher Paneele über dem Bahndamm zu schweben scheint. Weit auskragend, beschirmt es die Eingänge, so dass keinerlei Zusatzelemente wie etwa kleine Vordächer vonnöten sind, welche die Wirkung des großen Daches schwächen würden. Bei Eintreten der Dämmerung wird dessen Unterseite angestrahlt, so dass der leuchtende Schirm auch bei Dunkelheit seine zeichenhafte Kraft bewahrt.
Der Damm ist platzseitig mit einer Mauer befestigt und weist damit eine Fassade auf. Rechter Hand ist es eine aus Naturstein gemauerte Reihe eleganter Korbbögen, deren Bogenfelder teils mit Mauerwerk verblendet, in Stationsnähe jedoch für kleine Geschäfte geöffnet sind. Damit wird sowohl dem städtebaulichen Element des Dammes als auch dem historischen Bestand Rechnung getragen, und beides in die Neukonzeption selbstverständlich integriert….

…mit den architektonischen Maßnahmen gelingt es überraschend gut, trotz fehlender Masse der Bahnstation mit einer unspektakulären Formensprache jene Monumentalität zu verleihen, die ihr städtebaulich und funktional heute zusteht.


 
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